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Jahr der Orden

Gebet zum JdO
Videobotschaft Beginn
Schreiben zum Beginn
Freut euch!

 

 

 

 

    

 

30. November 2014 bis 2. Februar 2016

 

(Video-) Botschaft S.H. Papst Franziskus zum Beginn des Jahres der Orden

Apostolisches Schreiben S.H. Papst Franziskus zum Jahr der Orden

Gebet zum Jahr der Orden

 

 
 

Predigt von Papst Franziskus zum Fest der Darstellung
des Herrn und zum Abschluss des Jahres der Orden

Heute haben wir eine einfache, gütige und großartige Begebenheit vor Augen: Jesus wird von Maria und Josef zum Tempel von Jerusalem gebracht. Er ist ein Kind wie viele andere, und doch ist er einzigartig: Er ist der eingeborene Sohn, der für alle auf die Erde gekommen ist. Dieses Kind hat uns die Barmherzigkeit und Zärtlichkeit Gottes gebracht, Jesus ist das Antlitz der Barmherzigkeit des Vaters. Dies ist das Symbol, das uns das Evangelium zum Ende des Jahres der Orden bietet, eines Jahr, das mit viel Enthusiasmus gelebt wurde. Wie ein Fluss mündet es nun in das Meer der Barmherzigkeit, in dieses riesige Geheimnis der Liebe, das wir mit dem außerordentlichen Heiligen Jahr erleben.

Das heutige Fest wird, insbesondere in der östlichen Tradition, das Fest der Begegnung Christi [Darstellung des Herrn] genannt. In der Tat, im heutigen Evangelium gibt es mehrere Begegnungen. Im Tempel geht Jesus uns entgegen und wir ihm. Denken wir an das Treffen mit dem alten Simeon, der für das treue Warten Israels und den Jubel des Herzens über die erfüllten Versprechen steht. Wir bestaunen auch das Treffen mit der alten Prophetin Anna, die beim Anblick des Jesuskindes in Freude ausbricht und Gott lobt. Simeon und Anna sind die Erwartung und die Prophezeiung, Jesus ist die Neuigkeit und die Vollendung. Er tritt vor uns als die ewige Überraschung Gottes, in diesem Kind, das für alle geboren ist, treffen sich die Vergangenheit, die aus Erinnerungen und Versprechen besteht und die Zukunft, die voller Hoffnung ist.

Darin können wir den Beginn des geweihten Lebens sehen. Die Ordensmänner und –frauen sind vor allem dazu aufgerufen, Menschen der Begegnung zu sein. Die Berufung ist kein Projekt, das vom Schreibtisch aus erdacht wird, sondern eine Gnade des Herrn, die uns durch eine lebensverändernde Begegnung zuteilwird. Wer Jesus wirklich begegnet, kann nicht so bleiben wie er vorher war. Er ist die Neuigkeit, die alle Dinge neu macht. Wer diese Begegnung lebt, wird zum Zeugen und macht die Begegnung für andere möglich. Er macht sich auch zum Stifter einer Kultur der Begegnung, indem er die Selbstbezogenheit vermeidet, die uns in uns selbst verschließt.

Der Ausschnitt aus dem Hebräerbrief, den wir gehört haben, erinnert uns daran, dass Jesus selbst, um uns zu treffen, nicht gezögert hat, unsere menschliche Existenz zu teilen. „Da nun die Kinder Menschen von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen“ (Hebr 2, 14). Jesus hat uns nicht „von Außen“ gerettet, er ist bei unserem Drama nicht außen vor geblieben, sondern er wollte unser Leben teilen. Die Ordensleute sind dazu aufgerufen, ein konkretes und prophetisches Zeichen dieser Nähe Gottes zu sein, dieses Teilens der Schwäche, der Schuld und der Wunden des Menschen unserer Zeit. Alle Formen des Ordenslebens sind, jede nach ihren Eigenheiten, dazu aufgerufen, permanent auf Mission zu sein, und die „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art“ zu teilen (Gaudium et spes, 1)

Im Evangelium heißt es: „Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden” (Lk 2, 33). Josef und Maria bewahren dieses Staunen über die Begegnung voller Licht und Hoffnung für alle Völker. Auch wir als Christen und geweihte Menschen sind Hüter des Staunens. Ein Staunen, das immer wieder erneuert werden muss. Wehe, das spirituelle Leben wird zur Gewohnheit, wehe wir machen unsere Charismen zu einer abstrakten Doktrin: Die Charismen der Gründer, wie ich schon oft gesagt habe, sind nicht in einer Flasche zu versiegeln, sie sind keine Museumsstücke. Unsere Gründer sind vom Heiligen Geist bewegt worden und hatten keine Angst davor, sich im Alltagsleben die Hände schmutzig zu machen, sich den Problemen der Leute zu widmen, mutig an die existenziellen und geographischen Peripherien zu gehen. Sie haben sich nicht aufhalten lassen von den Hindernissen und dem Unverständnis der anderen, weil sie im Herzen das Staunen über die Begegnung mit Christus bewahrt haben. Sie haben die Gnade des Evangeliums nicht gezähmt, sie hatten im Herzen immer eine gesunde Unruhe für den Herrn, einen zehrenden Wunsch, ihn zu den anderen zu bringen, so wie es Maria und Josef im Tempel getan haben. Auch wir sind heute aufgerufen, prophetische und mutige Entscheidungen zu treffen.

Schlussendlich lernen wir von dem Fest heute, dankbar für die Begegnung mit Jesus und für die Gabe der Berufung zum geweihten Leben zu sein. Dankbar sein, sich bedanken: Eucharistie. Wie schön ist es, wenn wir das glückliche Gesicht von Ordensleuten sehen, die vielleicht schon älter sind, wie es Simeon und Anna waren. Die zufrieden sind und voller Dankbarkeit für die eigene Berufung. In diesem Wort kann sich alles verdichten, was wir in diesem Jahr der Orden erlebt haben: Dankbarkeit für das Geschenk des Heiligen Geistes, der stets die Kirche durch ihre verschiedenen Charismen anregt.

Das Evangelium endet mit diesem Ausdruck: „Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm“ (Lk 2, 40). Möge der Herr Jesus dank der mütterlichen Fürsprache Mariens in uns wachsen und in jedem den Wunsch nach der Begegnung steigern, das Staunen bewahren und die Freude der Dankbarkeit. Und somit werden andere von seinem Licht angezogen und können der Barmherzigkeit des Vaters begegnen.

(Quelle: Radio Vatikan 02.02.2016)

 
 

Das offizielle Logo für das Jahr der Orden drückt symbolisch die Grundwerte des geweihten Lebens aus. Das in Rom präsentierte Logo des italienischen Künstlerduos Lillo Dellino und Carmela Boccasile zeigt eine Taube, die über Wasser fliegt, das aus vielen kleinen, blauen Mosaiksteinen zusammengesetzt ist. Die klassische Symbolik erinnert an die Wirkung des Heiligen Geistes und die universellen Versöhnung in Christus. Über dem Wasser schweben drei Sterne als Zeichen für die Dreifaltigkeit. Auf dem Flügel der Taube balanciert eine aus Mosaiken zusammengesetzte Kugel, stellvertretend für die Welt mit all ihrer Vielfalt und Facetten.

Neben den bildhaften Symbolen befinden sich auf dem Logo auch noch zwei Schriftzüge: Zum einen „Vita consecrata in Ecclesia hodie“ – geweihtes Leben in der Kirche heute, der Leitspruch des Jahres. Zum anderen „Evangelium Prophetia Spes“ – Frohe Botschaft, Prophezeiung, Hoffnung, die den Charakter des geweihten Lebens ausmachen.

 
 
Sr. Adelgundis feiert ihr "eichenes" Professjubiläum

Ein bemerkenswertes Jubiläum konnten dieser Tage die Schulschwestern feiern: Die 102-jährige Ordensfrau Adelgundis Delneri beging ihr 80-jähriges Professjubiläum im Beisein von Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung von Frauenorden und Provinzleiterin der Schulschwestern. Noch vor dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1913, wurde Sr. Adelgundis geboren. Einige Jahre vor dem 2. Weltkrieg trat sie in die Gemeinschaft der Armen Schulschwestern ein. Sie studierte in Rom Kunst und wirkte lange Jahre als Kunsterzieherin und Malerin, teilten die Ordensgemeinschaften auf ihrer Website mit. Die Jubilarin lebt derzeit in der Gemeinschaft der Schulschwestern in Gorizia in Italien.

Österreich und Italien bilden gemeinsam eine Provinz mit rund 60 Schwestern in sieben Niederlassungen. Provinzsitz ist Wien.

Die Armen Schulschwestern wurden 1833 von der Lehrerin Karolina Gerhardinger (1797-1879) im Oberpfälzer Ort Neunburg vorm Wald gegründet, damals als Reaktion auf den Bildungsnotstand in Deutschland. Beim Mutterhaus im ehemaligen Klarissenkloster am Anger in München entstand die erste Lehrerinnenbildungsanstalt Bayerns, weitere Schulgründungen und Waisenheime in anderen Niederlassungen folgten. 1834 erhielt die Kongregation die Anerkennung des Bischofs, 1854 jene des Papstes.

Nach Österreich kamen die Schwestern 1853 mit einer ersten Niederlassung in Freistadt (Mühlviertel), wo der Orden auch heute noch die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe führt, gefolgt von Traunkirchen am Traunsee (1858) und Wien (1860). Die Freistädter Schule ist gemeinsam mit dem Wiener Schulzentrum Friesgasse und der ebenfalls vom Orden geführte Volksschule Kritzendorf bei Klosterneuburg Teil des "Schulverbundes SSND Österreich". SSND steht dabei für das Ordenskürzel in seiner englischen Bezeichnung: "School Sisters of Notre Dame".

Noch während der Lebenszeit Gehardingers, die den Ordensnamen Maria Theresia von Jesu annahm und die hinter dem bis heute verbreiteten Beinamen des Ordens ("Gerhardinger-Schwestern") steckt, verbreitete sich die Kongregation in 11 Ländern in Europa und Amerika. Nach ihrem Tod waren bereits über 2.500 Schulschwestern in Volksschulen, Waisenhäusern, Tagesheimstätten und Kindergärten tätig. Heute sind rund 3.600 Schwestern des Ordens im Bereich Erziehung und Bildung tätig. Das Generalatshaus befindet sich seit 1957 in Rom.

Quelle: KathPress vom 15.07.2015

 
 
 

Zahlen zu den Orden in Österreich

In Österreich gibt es derzeit 115 weibliche und 85 männliche Ordensgemeinschaften. Rund 3.950 Ordensfrauen, 1.500 Ordenspriester und 450 Ordensbrüder wirken im Land. Die 234 Ordensschulen werden von rund 50.000 Schülerinnen und Schülern besucht, in den 30 Ordensspitälern werden jährlich rund 515.000 Patienten betreut. Es gibt 500 heimische Ordensarchive bzw. -bibliotheken mit vier Millionen Büchern. Der Gesamtbestand macht rund 30.000 Regallaufmeter aus.

 

 

 

 

 

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